Das Jahrbuch Weichsel-Warthe 2017 ist erschienen!
- Bestellungen ab sofort möglich -

Das 63. Jahrbuch ist erstellt! Themenschwerpunkt sind „500 Jahre Reformation in Polen-Litauen und Glaubensflüchtlinge in Polen“. Zahlreiche Beträge beschäftigen sich mit diesem Thema.
Von Dr. Martin Sprungala

Jahrbuch Weichsel-Warthe 2016Das Titelbild zeigt eine Karte Polens aus dem ausgehenden 16. Jahrhundert mit den Porträts der Reformatoren Luther und Calvin, die die größte Rolle bei der Reformation in Polen spielten. Das Titelthema spielt auf das Jubiläum im Jahr 2017 an, auch wenn das Jahrbuch wie stets im Vorjahr entstand. Dadurch wurde die Thematik erweitert um das Flüchtlingsthema der Bundeskulturtagung 2016, denn die Aufnahme der Glaubensflüchtlinge in Polen seit dem 16. Jahrhundert steht im engen Zusammenhang mit der starken Reformation in Polen-Litauen.

Auch das Kalendarium nimmt sich des Titelthemas an und zeigt auf den Monatsseiten Bilder von Reformatoren oder wichtige Vertreter der neuen Konfessionen in Polen. In einem gesonderten Text zu den Vignetten stellt Dr. Sprungala die Hintergründe dar.

Das geistliche Wort schrieb auch in diesem Jahr Altbischof Dr. Johannes Launhardt. Es folgen von Dr. Martin Sprungala drei Nachrufe auf wichtige langjährige Mitarbeiter der LWW: den stellvertretenden Bundessprecher Götz Urban, die Landesvorsitzende von Sachsen-Anhalt Edith Wagener und den ehemaligen Vorsitzenden des Historischen Vereins Wolhynien, Nikolaus Arndt, der der Sache der Wolhyniendeutschen wichtige Impulse gab.

Es folgt das Kalendarium und die „Bunten Seiten“ mit Fotos zu 25 Jahre Patenschaft des Landes Hessen über die LWW, der Bundesversammlung und Bundeskulturtagung 2016 in Fulda. Eine weitere Würdigung seiner Arbeit und Verdienste erhielt Horst Eckert mit der Ehrenmedaille des Landkreises Uelzen.

Der nächste Beitrag, von dem Posener Germanistikprofessor Roman Dziergwa, erinnert aus der Sicht eines Freundes an den überraschend verstorbenen Götz Urban.
Einen Blick in die Geschichte der Landsmannschaft Weichsel-Warthe wirft der Landesvorsitzende von Baden-Württemberg, Hans-Werner Carlhoff, mit „Von den Anfängen der LWW im deutschen Südwesten: Hans Carlhoff. Ein Lebensbild“, das das Wirken seines Vaters für die LWW beschreibt.

Helmut Neubach würdigt aus berufenem Mund eines Schülers den „Nestor der historischen Polonistik. Zum 100. Geburtstag des Osteuropahistorikers Gotthold Rhode“.
Aus der aktuellen Frauenarbeit, an der auch Gliederungen der LWW teilnahmen schreibt die thüringische Landesvorsitzende Margarete Schönfeldt über die „Posener Begegnungsfahrt des BdV-Frauenverbandes“.

Den hochinteressanten Vortrag bei der Bundeskulturtagung 2016 von Dr. Herfried Stingl „Die Bedeutung der Gemeinsamen Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission“ hat der Autor zum Nachlesen für alle Interessierten dankenswerterweise verschriftlicht. Mit weiteren Betrachtungen zum Tagungsthema beschäftigten sich Harald Schäfer mit „Multikulturelles Erbe Polens. Zuwanderung bedeutet Entwicklung“ und Rolf Stolz mit „Gestern, heute, morgen: Vertreibung, Bleiben und Rückkehr“.

Prof. Dr. Erich Müller erinnert an frühere Wanderungen und Flüchtlingsbewegungen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts in „Auschwitz und die Migration von Osteuropäern“. Noch weiter in die Vergangenheit, ins 18. Jahrhundert, greift Dr. Martin Sprungala mit „Schlesische Kriegsflüchtlinge im Primenter Klostergebiet und der polnische Kronkrug“ im Posener Kreis Bomst/ Wollstein.

„Ein großes Unglück machte Hohensalza weltbekannt“ stellen Günther Raatz und Magarete v. Holst fest, denn 1909 brach die Kirche von Hohensalza in sich zusammen, was in den Medien seiner Zeit Verbreitung fand.

Mit dem „Verhältnis zwischen Deutschen und Polen in Konstantynow“ und damit den Spätfolgen der Aufnahme von Glaubensflüchtlingen beschäftigte sich Armin Hirsekorn.
Über „Eine überraschende Begegnung in Chodzież (Kolmar)“, bei der er auf frühe Spuren seiner heutigen württembergischen Heimatregion stieß, berichtet Klaus Steinkamp. Auch der zweite Artikel in dieser kleinen Serie zeigt, nur umgekehrt, Begegnungen mit der alten Heimat in der neuen. Inge Nagorni hat nach dem Krieg in Hannover „Einen Schulaufsatz mit Erinnerungen an die verlorene Heimat“ verfaßt, der bei der Lehrerin sehr gut ankam, da sie über eine Region schrieb, die der Pädagogin gänzlich fremd war. Angeregt durch eine Serie über die Oberpräsidenten von Posen in den „Posener Stimmen“ entdeckte der Kulturpreisträger des Jahres 2015 und Heimatforscher im Posener Raum und in Hattingen, Harri Petras, einen interessanten Zusammenhang zwischen alter und neuer Heimat: „Die Zeit des späteren letzten Oberpräsidenten der Grenzmark in Hattingen a. d. Ruhr“.
Harald Schäfer widmet sich mit „Absturz ins Leben. Ein Bromberger und die DDR-Luftfahrt“ mit dem Lebenslauf eines Brombergers.

In Polen hat man die Geschichte der früheren Mitbewohner entdeckt, die Juden. Um hier eine weitere Wissenslücke zu schließen berichtet Elfriede Eichelkraut über „Die jüdische Gemeinde in Lipno im Dobriner Land“.
Einen besonderen Aktenfund machte Dr. Martin Sprungala: „Eine Lehrerbiographie aus einer Akte erschlossen“, die das Leben eines „deutsch-nationalen Überzeugungsaktivisten“ im Posener Land, wie es einst viele Lehrer waren, darstellt.
Die beiden folgenden Beiträge von Klaus Steinkamp stellen einen wertvollen Beitrag zum Leben des Posener Oberpräsidenten Otto Graf v. Königsmarck dar, über den bislang viel zu wenig bekannt war: „Die Herrschaft Oberlesnitz-Chodziesen unter den Grafen v. Königsmarck“ und „Einblicke. Otto Graf v. Königsmarck“.

Auch der Beitrag von Bodo Rahn über seinen Lehrer „Nikolai Rechn“ entstand aus einer sehr persönlichen Beziehung und seinem Wunsch, dessen Leben und Werk darzustellen.
Auch mit „Ein Dorf namens Neue Armut oder Ordonantz“ versucht Dr. Martin Sprungala diese nur kurze Zeit selbständig existierende Siedlung im Posener Land der Vergessenheit zu entreißen. Auch hier sind es wieder nur wenige Dokumente und Quellen, verbunden mit einigen erzählten Erinnerungen, die noch an dieses Dorf erinnerten.

Es folgen die Autorenkurzbiographien, die Anschriften der LWW-Organisationen und Einrichtungen sowie Schrifttumhinweise und die Jahrbuchpaten.
Das Jahrbuch 2017 ist – wie immer – für jeden Heimat- und Geschichtsinteressierten zu empfehlen.

Der Bezugspreis beträgt für das Einzelexemplar 10,50 € (europäisches Ausland und Übersee 13,50 €), bei Abnahme von 3-9 Exemplaren je 9 € und von mehr als 10 Exemplaren je 8,45 €.

Bestellungen bei:
Landsmannschaft Weichsel-Warthe,
Bundesverband e.V.,
65185 Wiesbaden,
Friedrichstr. 35 III.,
Tel. 0611/379787